Private Krankenversicherung ein Vergleich von Beitrag und Leistung lohnt immer

Als Selbstständiger oder Freiberufler besteht die Möglichkeit, sich frei zwischen der Möglichkeit einer gesetzlichen und einer privaten Krankenversicherung zu entscheiden. Gerade in Zeiten, wo Politiker das Gesundheitssystem ständig reformieren, Leistungen kürzen und im gleichen Atemzug Beiträge anheben, wird die private Krankenversicherung immer attraktiver und das vielgerühmte gesetzliche Krankenversicherungssystem forciert mehr und mehr zu einer mangelhaften Grundabsicherung.

Der Zugang zu einer privaten Krankenversicherung ist jedoch nicht für jedermann möglich! Viele Arbeiter und Angestellte sind dazu gezwungen, sich innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung zu versichern, erst ab einer bestimmten Einkommensgrenze öffnet sich die Möglichkeit für eine private Krankenversicherung. Und auch dann warten noch weitere Hürden auf den Versicherungswilligen. Angestellten ist der Wechsel zur privaten Krankenversicherung erst dann gestattet, wenn sie drei Jahr ein Folge die so genannte Pflichtversicherungsgrenze erreicht haben. Selbstständigen und Freiberuflern hingegen ist ein Wechsel in die private Krankenversicherung jederzeit gestattet, doch auch hier gibt es noch eine weitere Hürde: Der Gesundheitsfragebogen.

Dieser wird von jeder Privatversicherung erhoben, die Risiken jedoch nicht von jedem privaten Krankenversicherer gleich beurteilt. Entsprechend des Gesundheitszustandes, der Vorerkrankungen oder chronischer Krankheiten wird der Beitragssatz festgelegt. Allerdings führt eine später auftretende Krankheit während der Versicherungszeit nicht zu einer Erhöhung der Beiträge oder der Erhebung von eventuellen Risikozuschlägen. Die Versicherungsgesellschaften können jedoch das Versicherungsbegehren aufgrund von Vorerkrankungen oder Risikos ablehnen oder die Beiträge entsprechend des Risikos um einen Zuschlag erhöhen. Ein Versicherungsvergleich bringt hierüber schnell Klarheit und lohnt sich in jedem Fall. So lassen sich schnell mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen.

Für wen sich eine private Krankenversicherung lohnt, hängt allerdings nicht nur vom Einkommen ab. Alter, eventuelle Krankheitsrisiken und Familienstand spielen eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für eine private Krankenversicherung. Für Familien mit mehreren Kindern, selbstständigen Frauen ab 45 Jahren und selbstständigen Männern ab 50 Jahren lohnt sich ein Wechsel kaum. Auch für junge Frauen kann ein Wechsel Nachteile bergen, denn ist Nachwuchs geplant, kann dieser nicht, wie in der gesetzlichen Krankenversicherung üblich, kostenlos mitversichert werden. Für ältere Versicherungsnehmer, die einen Wechsel in die private Krankenversicherung anstreben, sind die Beiträge meist erheblich höher als in der gesetzlichen Versicherung, auch dann lohnt sich ein Wechsel nicht.